• Mühlen und Torfgraben

Mühlen und Torfgraben


Einen ersten Hinweis auf eine Windmühle in
Saarmund finden wir im Jahr 1745. Die
Amtswindmühle befand sich am Abzweig des
Mühlenfließes von der Nuthe. Die oben
abgebildete Stöcker‐Mühle ist 1840 erstmals
auf einer Karte dargestellt.
1863 erwarb der Bergholzer Mühlenbauer
Schröder ein Grundstück am Torfgraben, um
eine weitere Windmühle und ein Wohnhaus
zu bauen (später Görges). Neben dieser
wurde im Jahr 1870 eine vierte Mühle
errichtet, die des Mühlenbesitzers Pankow.


Foto Manfred Walther, Görgesmühle 1895
Die ersten größeren Meliorationsmaßnahmen im Saarmunder Raum fanden
1772 im Auftrag Friedrichs II. statt. Dazu wurden Gräben angelegt (Mittelgraben/
Torfgraben/ Königsgraben) und der Lauf der Nuthe begradigt. Um
1790 war der Wasserspiegel in der Niederung soweit abgesunken, dass die
Torfgewinnung hier im Gebiet möglich wurde. Nach einer Verbreiterung des
Torfgrabens und dessen Einstau konnte der gewonnene Torf auf dem
Wasserwege nach Potsdam und Berlin gebracht werden. Von 1793 bis 1823
wurde auf dem ehemaligen Bergholzer Gebiet und südlich des alten
Wenddorfes an der Autobahn A 115 Torf gestochen und in Bäckereien,
Brauereien, Ziegeleien als begehrtes Brennmaterial verwendet. Der
Torfgraben bildete bis zur Fertigstellung des AVUS‐Zubringers (A115) die
Grenze zwischen Bergholz und Saarmund.


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